Das Projekt DISKUTOPIA des JFF möchte die Debatten- und Handlungskompetenz von Jugendlichen stärken. Als Teil der Medienkompetenz stellt sich das Projekt der Herausforderung einer aktiven Auseinandersetzung mit Darstellungen und Dynamiken von Konflikten im Netz, die vor allem im digitalen Raum schnell eskalieren.
DISKUTOPIA entwickelt zusammen mit jungen Menschen und pädagogischen Fachkräften Methoden und Formate zu den Kernthemen Teilhabemöglichkeiten und Ausschließungsdynamiken digitaler Öffentlichkeit. Die Methoden für Schulen und außerschulische Bildungsarbeit werden als OER zur Verfügung gestellt.
Das Projekt besteht im Kern aus vier Bausteinen:
- Die Austauschtreffen finden schulisch und außerschulisch statt und richten sich an Jugendliche und junge Erwachsene. In kompakten, eintägigen Formaten und mit festen Gruppen, die sich mehrmals treffen, werden die Jugendlichen angeregt:
- zu eigenen (online) Erfahrungen in den Austausch zu kommen.
- sich mit der medialen Darstellung von Konflikten auseinanderzusetzen (z. B. Feindbildkonstruktionen und Emotionalisierung) und wie das ihre eigene Meinungsbildung beeinflusst.
- sich mit Konfliktdynamiken (z. B. eskalierenden und deeskalierenden Dynamiken) online auseinanderzusetzen.
- sich aktiv mit Handlungsoptionen auseinanderzusetzen.
- Bei den Spielewerkstätten setzen sich Jugendliche aktiv und niederschwellig mit Spielprinzipien auseinander und entwickeln eigene spielerische Ansätze zum Themenfeld Konflikt und Konfliktaushandlung. Aus den gesammelten Spielideen sollen konkrete Spiele finalisiert werden, die sich dazu eignen kreativ, niederschwellig und anregend mit Jugendlichen zu den Projektthemen zu arbeiten.
- In Workshops werden Fachkräfte qualifiziert Erkenntnisse, Methoden und Spielansätze des Projekts im Sinne eines Train-the-Trainer-Ansatzes zu erproben und reflektieren.
- Der Begriff „mediatisierte Konfliktaushandlung“ wurde im Laufe des Projekts entwickelt und versucht die Veränderungen zu fassen, die sich durch die postdigitale Transformation in Bezug auf die öffentliche Aushandlung gesellschaftspolitischer Konflikte ergeben. Die erarbeitet die Expertise einen medienpädagogischen Zugang und legt damit die fachliche Grundlage für die im Projekt entstehenden Methoden und Formate.
Mehr Informationen sind über die verlinkte Webseite bzw. die Kontaktdaten erhältlich.



