Das Verbundprojekt Radikalisierung auf Gaming-Plattformen und Messenger-Diensten (RadiGaMe) ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Transfervorhaben, welches Radikalisierungsphänomene auf Kommunikationsplattformen mit Gamingbezug systematisch untersucht und darauf aufbauend Lösungsansätze für Strafverfolgung, Früherkennung sowie präventive Maßnahmen erarbeitet.
Das Ziel des Projekts ist es, Radikalisierungsgeschehen auf Messenger-Diensten und Gaming- und gamingnahen Plattformen besser zu verstehen und Praktiker*innen aus Strafverfolgungsbehörden und Präventionsarbeit Tools zur Unterstützung der Identifikation, Analyse und Bewertung von Radikalisierung sowie zur präventiven Intervention an die Hand zu geben.
Dabei ist der direkte Wissenstransfer für relevante Akteur*innen der zivilgesellschaftlichen Präventionspraxis, Politik und Sicherheitsbehörden ein integraler Bestandteil des Projekts. Hierfür wurde eng mit Wissenschaft, staatlichen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen zusammengearbeitet, um das Themenfeld vollumfänglich zu erschließen und bereits existierende Wissensbestände zusammenzubringen und auszubauen. Erkenntnisse und Diskussionsstände werden in Form von Vorträgen, Veranstaltungen, Publikationen, Blogbeiträgen oder durch Medienauftritten einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Konkret befasst sich RadiGaMe mit den Fragestellungen:
- Wie kommunizieren nicht-radikalisierte, radikalisierungsgefährdete sowie bereits radikalisierte Nutzer*innen auf Gaming- und gamingnahen Plattformen sowie Messenger-Diensten?
- Wie lassen sich Radikalisierungsprozesse in der Kommunikation erkennen und bewerten?
- Welche rechtlichen Eingriffsschwellen und ethische Maßstäbe gelten für sicherheitsbehördliche Auswertungen von gruppenbezogener Kommunikation auf Gaming- und gamingnahen Plattformen und Messenger-Diensten?
- Wie lässt sich Online-Präventionsarbeit bei radikalisierungsgefährdeten Nutzer*innen auf Gaming- und gamingnahen Plattformen gestalten?
- Wie können Präventionspraxis, Sicherheitsbehörden und Tech-Unternehmen besser zusammenarbeiten?
Mehr Informationen sind über die verlinkte Webseite bzw. die Kontaktdaten erhältlich.



