Rückblick auf den hybriden Methodensprint 2026

Methodenentwicklung zu Desinformation und Deepfakes

In Kooperation mit dem Medienbildungszentrum Süd, der Medienanstalt Hessen und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung fand im Juni in Offenbach ein zweitägiger, hybrider Methodensprint zu den Themen Desinformation und Deepfakes statt. In den Räumlichkeiten des Medienbildungszentrum Süd kamen so etwa 30 Expert*innen aus verschiedenen pädagogischen Fachbereichen sowohl aus der Region als auch aus dem Bundesgebiet und darüber hinaus zusammen.

Unter der Moderation von Aisha Camara vor Ort und Heiko Wolf für das Online-Setting wurde an zwei Tagen an der Entwicklung neuer und Verbesserung bestehender Ansätze, Methoden und Konzepte für die pädagogische Arbeit im Themenbereich gearbeitet.

Ein wissenschaftlicher Impuls-Vortrag von Dr. Franziska Martini (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft) zu Beginn der Veranstaltung zeigte unter anderem: Der aktuelle Forschungsstand zu Desinformation und Deepfakes ist zwar lückenhaft, legt aber nahe, insbesondere politische Kommunikation im Kontext von Desinformation und Deepfakes nicht ausschließlich als kognitives Problem der Informationskompetenz und Plattformkritik zu bearbeiten, sondern politische Einstellungen, Gefühle und soziale Zugehörigkeiten sowie Medienvertrauen einzubeziehen.

Ausgehend davon sowie von ihren eigenen Erfahrungen und Expertisen wurden von den Teilnehmenden Vorschläge für mögliche Methodenentwicklungen eingebracht. Die Vorschläge bilden dabei eine große Bandbreite an Themenschwerpunkten, Adressat*innen und pädagogischen Ansätzen ab. Viele Ideen eint der Anspruch, niedrigschwellige Methoden zu erstellen, die auch von Fachkräften mit wenig Vorwissen und ohne erheblichen technischen Aufwand eingesetzt werden können. Außerdem sollen modulare Materialien entstehen, die aufgrund ihrer freien Lizenzen und offenen Schnittstellen rekombiniert, modifiziert und damit flexibel in verschiedenen Bildungskontexten Anwendung finden können.

Die Methodenentwicklung und -finalisierung geht nach Abschluss der Veranstaltung weiter. Die Methoden werden gegen Jahresende 2026 veröffentlicht. Updates gibt es auf der Projektwebseite oder über den Projektnewsletter.

Wir möchten uns ganz herzlich bei den motivierten Teilnehmenden bedanken, die sich trotz der Hitze auf das Vorhaben und das Hybrid-Setting eingelassen haben! Außerdem gilt ein riesengroßer Dank unseren Kooperationspartnerinnen des Medienbildungszentrums Süd und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung für Ihre tolle Unterstützung und die Beteiligung am Format. Für das Hybrid-Setting war die zusätzliche technische Unterstützung durch das Medienzentrum Frankfurt und NODE ungemein hilfreich. Nicht zuletzt bedanken wir uns bei den beiden Moderator*innen, Aisha Camara und Heiko Wolf, die die vielen verschiedenen Fäden immer wieder zusammenflochten.

Fotogalerie

©EdaTemucin/GMK

Der Methodensprint wurde vom Team der GMK im Rahmen von toneshift – Netzwerk gegen Hass im Netz und Desinformation in Kooperation mit dem Medienbildungszentrum Süd der Medienanstalt Hessen und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung organisiert und ausgerichtet.
Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Fonds Soziokultur gefördert. Für inhaltliche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung.