Hybrider Methodensprint 2026 zu Desinformation & Deepfakes

22.–23. Juni 2026 | Medienbildungszentrum Süd der Medienanstalt Hessen in Offenbach am Main und online

Desinformation gilt als bedrohlich für demokratische Gesellschaften und Online-Öffentlichkeiten. Nicht nur ist Desinformation häufig mit Hass im Netz verschränkt. Auch generative KI-Systeme werden zunehmend eingesetzt, um schädliche, verletzende und gewaltförmige Falschinformationen zu erstellen und zu verbreiten. Politische, sexualisierte und andere herabwürdigende Deepfakes machen einen wachsenden Anteil aus.

Was können wir in der Bildungsarbeit dagegen tun? Zwar gibt es bereits zahlreiche tolle Projekte und Materialien zum Thema, jedoch entwickelt sich der Phänomenbereich mit rasender Geschwindigkeit – und Akteur*innen der politischen Medienbildung versuchen Schritt zu halten. Dafür brauchen wir eure Expertise!

Wir laden euch daher zu einem Methodensprint in Hessen ein, um an zwei Tagen hybrid und unter Kolleg*innen gemeinsam an der Entwicklung neuer oder der Verbesserung bestehender Ansätze, Methoden und Konzepte für die pädagogische Arbeit zu Desinformation und Deepfakes zu arbeiten. Die Materialien werden im Nachgang in Zusammenarbeit mit euch finalisiert und unter freien Lizenzen zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Das ist schwer vorzustellen? Hier gibt es Einblicke in unseren Methodensprint 2024 in Gera.

Tag 1 wird mit einem Vortrag von Dr. Franziska Martini vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) eröffnet.

Lost in Disinformation? Von synthetischen Inhalten zu Deepfakes. Immer häufiger werden KI-Systeme für die Erzeugung und Verbreitung von Desinformation eingesetzt – nicht nur in Form von Texten, sondern auch in Form von Bildern und Videos. Wie weit sind solche Inhalte verbreitet? Wie wirken sie? Wer kann sie als solche erkennen – und wer nicht? Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verbreitung und Wahrnehmung von Desinformation und  KI und Kompetenzen im Umgang damit.

Dr. Franziska Martini arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena im Projekt toneshift – Netzwerk gegen Hass im Netz und Desinformation. Sie ist Kommunikationswissenschaftlerin mit einem Schwerpunkt auf strategische politische Kommunikation in Online-Öffentlichkeiten.

22. Juni 2026, 12:00 Uhr bis 23. Juni 2026, 15:00 Uhr

Pädagogische Fachkräfte mit Erfahrung in der konzeptionellen und praktischen Bildungsarbeit und weitere interessierte Expert*innen im Themen- und Praxisfeld. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt (25 vor Ort, 20 online).

Die Einrichtung ist rollstuhlgerecht und verfügt über eine barrierefreie Toilette. Ein Fahrstuhl ist vorhanden.

Der Methodensprint wird vom Team der GMK im Rahmen von toneshift – Netzwerk gegen Hass im Netz und Desinformation in Kooperation mit dem Medienbildungszentrum Süd der Medienanstalt Hessen und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung organisiert und ausgerichtet.
Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Fonds Soziokultur gefördert. Für inhaltliche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung.